Die verschiedenen Sohlenarten eines Schuhs

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Ein Schuh besteht aus verschiedenen Teilen. Da ist der obere Teil, der bei geschlossenen Schuhen manchmal mit Schnürsenkeln gehalten wird und bei Sandalen nur aus einzelnen Riemen besteht. Stiefeletten und Stiefel haben zudem noch einen Schaft. Und dann gibt es natürlich den unteren Teil – die Sohle. Diese kann nicht nur aus unterschiedlichsten Materialien bestehen, es gibt auch diverse Sohlenarten, die häufig mit über das Einsatzgebiet der Schuhe entscheiden. Da man am Tag gut 10.000 bis 15.000 Schritte machen sollte, die zum Großteil meistens schon durch alltägliche Dinge wie einkaufen, mit dem Hund spazieren gehen oder auch das Erledigen von Haushaltsaufgaben abgedeckt sind, sollten die Schuhe dies unterstützen. Besonders wichtig ist hierbei natürlich eine Sohle, die dieser großen Belastung standhält und die Abrollbewegung des Fußes unterstützt.

Bezeichnungen von Sohlen
Bei dem Teil des Schuhs, der allgemein als Sohle bezeichnet wird, handelt es sich korrekterweise um den sogenannten Schuhboden, der aus mehreren Sohlen besteht. Der innere Teil, also der Teil, der den Fuß direkt berührt, ist die Brandsohle. Sie besteht oft aus Leder und wird meist zusätzlich durch ein Deck(brand)sohle auf dem Fersenteil verstärkt. Der äußerste Teil des Schuhbodens ist die Laufsohle. Diese kann einen Absatz haben, mit einem mehr oder weniger starken Profil ausgerüstet sein und sehr dünn oder auch sehr dick ausfallen. Auch die Auswahl an Materialien für die Laufsohlen ist schier endlos. Am gängigsten sind Sohlen aus Leder, Kautschuk oder Gummi. Seltener zu finden sind Laufsohlen, die komplett aus Kork oder Holz gefertigt sind; häufig sind auch diese Sohlen aus Kunststoff und haben lediglich eine Holz- oder Korkoptik. Man bezeichnet diese Sohlen dann nach ihrem Material oder ihrer Optik, also als Ledersohle, Korksohle etc. Es gibt abseits der Materialien unterschiedliche Bezeichnungen für Sohlenarten, die sich nach der Form richten. Schalensohlen haben einen hohen Rand und schützen daher nicht nur die Fußsohle, sondern auch die Zehen, Fersen und Seiten des Fußes. Wanderschuhe besitzen oft eine Schalensohle. Absatzsohlen sind, wie der Name vermuten lässt, mit einem Absatz versehen. Plateausohlen sind deutlich dicker als herkömmliche Sohlen. Sohlen mit einem besonders ausgeprägten Profil nennt man Profilsohlen.

Was muss eine Sohle können?
Vier Kriterien sollte eine Laufsohle erfüllen, damit sie den Strapazen des alltäglichen Lebens standhält und dem/der Träger_in den besten Tragekomfort ermöglicht. Besonders wichtig bei Winterschuhen, aber auch bei sommerlichen Sandalen ist die Rutschfestigkeit. Damit man beim Gehen einen festen Halt auf dem Boden hat und nicht versehentlich ausrutscht, empfehlen sich Schuhe mit einer profilierten Sohle, da so die Bodenhaftung am besten gegeben ist. Zu achten ist hier auch auf die Abriebfestigkeit der Sohle, denn sie entscheidet darüber, wie haltbar ein Schuh ist. Ist die Sohle nicht abriebfest, geht das Profil zu schnell verloren und bietet keine Rutschfestigkeit mehr. Um den Fuß tatsächlich vor Verletzungen durch scharfkantige Steine, Glassplitter oder ähnliches zu schützen, muss die Sohle eine gewisse Durchstoßfestigkeit besitzen. Gerade dünne Sohlen sollten nicht leicht zu durchstoßen sein. Möglicherweise weniger relevant für offene Sommerschuhe, dafür aber umso mehr für regenfeste Stiefel und Stiefeletten oder auch Wanderschuhe ist die Wasserdichtigkeit der Sohle. Beim Schuhkauf sollte also je nach Bedarf und Nutzweise der Schuhe darauf geachtet werden, dass diese vier Merkmale vorhanden sind. Eine große Auswahl an Schuhen mit verschiedensten Laufsohlen finden Sie bei uns im Onlineshop.